Ein Team aus drei Männern und einer Frau sitzt an einem Schreibtisch und recherchiert nach Barrierefreiheit

Mar 25, 2025 10:00:00 AM | Barrierefreiheit

Ab 2025 Pflicht: Das Barrierefreiheitsstärkungsgesetz für Unternehmen

Erfahre alles über das neue Barrierefreiheitsstärkungsgesetz (BFSG) ab 2025 und wie Unternehmen ihre digitalen Angebote barrierefrei gestalten müssen.

Ab dem 28. Juni 2025 tritt das Barrierefreiheitsstärkungsgesetz (BFSG) in Kraft. Dieses Gesetz verpflichtet viele Unternehmen dazu, ihre digitalen Produkte und Dienstleistungen barrierefrei zu gestalten. Doch was bedeutet das konkret? Wer ist betroffen? Und welche Maßnahmen solltest du als Unternehmen jetzt ergreifen? In diesem Artikel erhältst du alle wichtigen Informationen. 


Inhaltsverzeichnis

  • Was ist das Barrierefreiheitsstärkungsgesetz (BFSG)?

  • Wer ist betroffen?

  • Welche Anforderungen stellt das BFSG?

  • Welche Konsequenzen drohen bei Nichteinhaltung?

  • Was solltest du jetzt tun?

  • Fazit: Jetzt handeln, bevor es zu spät ist!


Was ist das Barrierefreiheitsstärkungsgesetz (BFSG)?

Das BFSG setzt die EU-Richtlinie (EU) 2019/882 um und hat das Ziel, digitale Barrierefreiheit in der Privatwirtschaft zu verankern. Bislang betrafen Barrierefreiheitsgesetze vor allem den öffentlichen Sektor – jetzt wird auch die Wirtschaft in die Pflicht genommen.

Wer ist betroffen?

Das Gesetz gilt für Unternehmen, die Produkte und Dienstleistungen digital anbieten, darunter:

  • Online-Shops & E-Commerce-Plattformen

  • Banken & Finanzdienstleister (Online-Banking, Kundenportale)

  • Telekommunikationsanbieter

  • Software-Anbieter & App-Entwickler

  • E-Book- und Medienplattformen

  • Öffentlicher Nah- und Fernverkehr (Ticketbuchung, Fahrpläne, Apps)

Selbsttest: Bin ich vom BFSG betroffen?

Nicht sicher, ob dein Unternehmen unter das Barrierefreiheitsstärkungsgesetz (BFSG) fällt? Beantworte die folgenden Fragen:

✅ Bietest du digitale Dienstleistungen oder Produkte für Verbraucher:innen an (z. B. Online-Shops, Banken, Telekommunikation, Software)?

✅ Verkauft dein Unternehmen E-Books, Streaming-Dienste oder andere digitale Inhalte?

✅ Hat dein Unternehmen ein Online-Buchungssystem für Dienstleistungen (z. B. Reisen, Tickets, Gesundheitsservices)?

✅ Ist dein Unternehmen im öffentlichen Nah- oder Fernverkehr tätig und bietet digitale Informationssysteme an?

✅ Entwickelst oder vertreibst du Software und Apps für Verbraucher:innen?

✅ Bist du im Finanz- oder Versicherungssektor tätig und betreibst Online-Plattformen oder Apps?

👉 Falls du eine oder mehrere dieser Fragen mit Ja beantwortet hast, dann bist du höchstwahrscheinlich vom BFSG betroffen. Jetzt ist der richtige Zeitpunkt, um deine digitalen Angebote auf Barrierefreiheit zu überprüfen und notwendige Anpassungen vorzunehmen!

Warum Barrierefreiheit auch ohne Gesetz wichtig ist

Digitale Barrierefreiheit ist nicht nur eine gesetzliche Anforderung – sie ist auch einfach cool. Denn sie macht das Web für alle nutzbar und verbessert die User Experience für viele Gruppen:

  • Ältere Menschen profitieren von gut lesbaren Texten, klarer Navigation und intuitiven Benutzeroberflächen.

  • Menschen mit kurzzeitigen Einschränkungen, wie einer Armverletzung oder einer vorübergehenden Sehschwäche, sind auf eine flexible Bedienbarkeit angewiesen.

  • Personen mit dauerhaften Behinderungen können viele Websites ohne Barrierefreiheit schlicht nicht nutzen.

Barrierefreiheit bedeutet also nicht, dass nur eine kleine Minderheit unterstützt wird – es geht um eine bessere digitale Erfahrung für alle! Unternehmen, die das verstehen, stellen nicht nur die Einhaltung von Gesetzen sicher, sondern verbessern auch die Kundenbindung und Nutzerzufriedenheit erheblich.

Welche Anforderungen stellt das BFSG?

Unternehmen müssen sicherstellen, dass ihre digitalen Dienstleistungen und Produkte barrierefrei nutzbar sind. Das bedeutet konkret:

  • Klare Navigation & Bedienbarkeit: Alle Funktionen müssen per Tastatur steuerbar sein.

  • Zugängliche Inhalte: Kontraste, Schriftgrößen und Alternativtexte für Bilder müssen den Richtlinien entsprechen.

  • Kompatibilität mit assistiven Technologien: Screenreader und andere Hilfsmittel müssen unterstützt werden.

  • Untertitel & Audiodeskriptionen: Medieninhalte müssen für alle Nutzer:innen verständlich sein.

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Welche Konsequenzen drohen bei Nichteinhaltung?

Unternehmen, die das Gesetz ignorieren, riskieren:

  • Abmahnungen & Bußgelder: Behörden und Verbraucherverbände können Verstöße melden.

  • Reputationseinbußen: Unternehmen, die nicht barrierefrei sind, werden negativ wahrgenommen.

  • Kund**:innenverlust**: Menschen mit Einschränkungen (ca. 15% der Bevölkerung) können deine Services nicht nutzen.

Was solltest du jetzt tun?

  • Prüfe deine digitalen Produkte und Dienstleistungen auf Barrierefreiheit

  • Nutze Tools wie WAVE oder Google Lighthouse für erste Analysen

  • Lass eine professionelle Barrierefreiheitsprüfung durch BarrierefreiPLUS durchführen

  • Schule dein Team zu digitalen Barrierefreiheitsstandards

Jetzt handeln, bevor es zu spät ist!

Das BFSG tritt 2025 in Kraft – Unternehmen, die frühzeitig handeln, vermeiden Strafen und verbessern ihre Marktposition. Barrierefreiheit ist nicht nur eine gesetzliche Pflicht, sondern auch ein wichtiger Wettbewerbsvorteil.

👉 Sichere dir jetzt eine professionelle Prüfung mit BarrierefreiPLUS!

Boris Kraemer

Geschrieben von: Boris Kraemer

Erfahrungen & Bewertungen zu projektpioniere